Doppeljahrgang 2012

- eine gemeinsame Eltern-Initiative der südbadischen Gymnasien -

Hochschule 2012 und der Masterplan

Die Landesregierung beschreibt das Projekt Hochschule 2012 im sogenannten Masterplan:

Mit dem Programm „Hochschule 2012“ verfolgt die Landesregierung das Ziel, in Baden-Württemberg bis zum Jahre 2012 zusätzlich 16.000 Studienanfängerplätze an den Hochschulen und Berufsakademien einzurichten. Damit soll sichergestellt werden, dass die wachsende Zahl von Studienberechtigten, die die Schule in dieser Zeit verlassen, die gleichen Chancen zur Aufnahme eines Studiums haben, wie die bisherigen Schulabsolventen.

Der damit verbundene Anstieg der Zahl von Hochschulabsolventen findet genau in dem Zeitraum statt, in dem durch altersbedingtes Ausscheiden starker Altersjahrsgänge in überdurchschnittlicher Ersatzbedarf für Berufstätige, die einen akademischen Abschluss haben, entsteht.

Um die mit dem Anstieg der Studierendenzahlen verbundene Chance zur Vermeidung einer Fachkräftelücke bestmöglichst zu nutzen, hat die Landesregierung die 12 Industrie- und Handelskammern des Landes gebeten, in „Regionalen Dialogen“ zwischen Vertretern des Beschäftigungssystems und den Hochschulen den geplanten Ausbau an Studienplätzen abzustimmen.

Die Ergebnisse dieser „Regionalen Dialoge“ haben zu Ausbauvorschlägen geführt, die mit rund 17.000 über der angestrebten Zahl von zusätzlich 16.000 Studienanfängerplätzen liegen. Grob gerechnet verteilen sich die Vorschläge im Verhältnis 40 : 40 : 20 auf die Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien.

Die Vorschläge aus den Regionen setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Fachspezifisch wird vor allem ein Mangel an Ingenieuren und Naturwissenschaftlern, in zweiter Linie an Wirtschaftwissenschaftlern und Wirtschaftsjuristen diagnostiziert. Im vorliegenden Entwurf eines Masterplans wurden die Vorschläge für die einzelnen Hochschulen und Berufsakademien zusammengefasst und, in regionaler Gliederung, im Kapitel 3 dargestellt.

Entsprechend dem Anstieg der studentischen Nachfrage sieht der vorgelegte Entwurf einen schrittweisen Ausbau der Studienanfängerplätze in drei Ausbaustufen vor, die jeweils einen Zeitraum von zwei Jahren umfassen:

2007/2008 - 2009/2010 - 2011/2012. Diese jeweils zwei Jahre umfassenden Ausbauzeiträume stellen sicher, dass die notwendigen Vorlaufzeiten, insbesondere zur Gewinnung des für den Ausbau notwendigen qualifizierten wissenschaftlichen Personals, auch zur Verfügung stehen.

Vorgesehen ist, dass die ersten zusätzlichen Studienanfängerplätze im Wintersemester 2007/2008 zur Verfügung stehen und dann jeweils in den Folgejahren zum Wintersemester ein weiterer Ausbau vollzogen wird.

Ausgehend von dem Ziel, dass spätestens zum Wintersemester 2012/2013 insgesamt zusätzlich 16.000 Studienanfängerplätze zur Verfügung stehen sollten, könnte ein Ausbau in den drei Tranchen wie folgt aussehen:

- 1. Tranche (2007/2008): 3.000 - 4.000 Studienanfängerplätze

- 2. Tranche (2009/2010): 5.000 - 6.000 Studienanfängerplätze

- 3. Tranche (2011/2012): 6.000 - 8.000 Studienanfängerplätze

Wer weitere Informationen zum Masterplan und dem Projekt Hochschule 2012 möchte, findet diese auf den Seiten des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst.

Parallel zum Projekt Hochschule 2012 hat die Bundesregierung eine Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern über den Hochschulpakt 2020 geschlossen. Dem Hochschulpakt 2020 liegt die Annahme zugrunde, dass die Länder insgesamt 91370 zusätzliche Studienanfänger an den deutschen Hochschulen aufnehmen.

Die Vereinbarung als PDF finden Sie hier.

 

 

 


 

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