Ziele und Forderungen
Lehrerversorgung
Eines der Hauptprobleme bei der Umsetzung des doppelten Jahrganges dürften die Probleme mit der Lehrerversorgung werden. Selbst wenn das Kultusministerium die nötigen Finanzmittel zur Verfügung stellt, so wird der Arbeitsmarkt gar nicht genügend Lehrer hergeben, die für diese Zeit gebraucht werden.
Hier müssen wir Eltern darauf drängen, dass Lösungen gefunden werden, wie diese Lehrerknappheit überwunden werden kann. Eventuell können pensionierte Lehrer noch einmal für ein bis zwei Jahre in begrenztem Umfang dienst tun.
Der Masterplan
Laut Masterplan sollen 16.000 neue Studienplätze in Baden-Württemberg geschaffen werden. Es muss darauf geachtet werden, dass die Schaffung dieser Studienplätze nach dem tatsächlichen Bedarf erfolgt und dass die Umsetzung zügig und konsequent weiter voran getrieben wird.
Gleichzeitig muss die Wirtschaft sensibilisiert werden, dass sie 2012 zusätzliche Ausbildungsplätze zur Verfügung stellt. Die Hochschulen können nur einen Teil der Bewerber aufnehmen. Auch wenn die Wirtschaft noch nicht wieder die volle fahrt aufgenommen hat, müssen sich die Ausbildungsbetriebe bewusst sein, dass sie 2012 noch einmal richtig gut mit Bewerbern versorgt werden. In den Folgejahren könnten aufgrund der demografischen Entwicklung massiv Lehrstellen unbesetzt bleiben.
Bessere Ausstattung für die Schulen
Die Schulen brauchen für diesen Jahrgang mehr Bücher, mehr Lernmittel und vor allem mehr Räume. Die genaue Lage ist natürlich von Schule zu Schule verschieden. Aber grundsätzlich muss auf die Schulträger eingewirkt werden diese Engpässe zu überbrücken. Finanzmittel sollten rechtzeitig im Haushalt eingeplant werden.
BOGY
Die berufliche Orientierung an den Gymnasien wird in diesem Jahrgang ein ganz wichtiger Bestandteil sein. Denn bei den knappen Ausbildungsplätzen ist eine rechtzeitige Orientierung sehr wichtig.
Mehr Kreativität
Bessere Berufsinformationen muss nicht zwangsläufig mit mehr Lehrerpersonal erfolgen. Hier können die Eltern wesentliche Beiträge leisten.
An einige Schulen wurde auch schon ein sehr interessantes Modell praktiziert: ehemalige Schüler berichten über ihre Berufe. Junge Leute sind näher an unseren Schülern dran, sie können den jungen Menschen vieles besser vermitteln, sprechen mehr ihre Sprache.